Mittwoch, 29. Oktober 2008

Hotel Upgrade


BREAKING NEWS -------- BREAKING NEWS -------- BREAKING NEWS -------- BREAKING NEWS 

So, nachdem ich mich geweigert hab mit 6 Chinesen in einem kleinen, stinkenden und völlig dreckigen Appartement zu wohnen, bin ich nun für die nächsten 7 Tage in einem 4 Sterne Hotel untergebracht.Immer noch in Bur Dubai, in der Nähe vom Port Rashid. Kein Vergleich zu dem Appartement Hotel in dem ich die erste Woche untergebracht war und endlich mit deutschem Fernsehen!

Man muss einfach mal richtig auf den Putz hauen und dann bewegen sich hier die Dinge.

Leider nur bis zum 5. November, da dann das Zimmer schon wieder anderweitig gebucht ist. Wo dann die Reise hingeht, steht noch in den Sternen. Ein reines Abenteuer hier.

tobi continued....

Ausziehen auf Arabisch

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Als mich mein Wecker heute Morgen um halb sieben geweckt hat, kam mir nicht mal der leiseste Gedanke daran, was mich heute erwarten würde. Gerade als ich mein Hotel verlassen wollte, fragte mich die nette Dame an der Rezeption, wann ich denn heute auschecken werde….

 Mich hat natürlich mal wieder niemand informiert und so war ich recht perplex, als ich hörte dass mein Appartement nur bis heute gebucht ist und die Firma vergessen hat es zu verlängern.(Sauladen echt wahr) So musste ich also mein komplettes Zimmer räumen (Kühlschrank inklusive) und meine Koffer packen. Bis jetzt weiß ich noch nicht, wo ich heute Abend schlafen werde, geschweige denn wo ich die nächste Zeit untergebracht bin. Mein Koffer ist in einem Appartement der Firma untergestellt, in dem aber schon 6 Personen (Chinesen) wohnen. Angeblich ist da noch ein Raum frei, in dem ich vorerst übernachten kann. Mal schauen was der Tag bringt und wo ich letztendlich landen werde.


tobi continued…. INSCHALLAH….

Montag, 27. Oktober 2008

Medical Checkup

So langsam läuft’s im Büro; um die zwei Philipinos muss ich mich kaum kümmern, die sind entweder von Anderen eingespannt, oder rennen sinnlos durchs Gebäude, bis sie merken dass ihre Unterlagen noch im Office sind… Ein lustiges Völkchen…

Gestern Morgen musste ich zur Dubai Medical City und mich im Al Mahktoum Hospital einem Checkup unterziehen. Naja, zum Glück wusste ich ja wo ich überall hin muss, welche Unterlagen ich brauch, was mich erwartet, usw. (Merkt ihr die Ironie??) Man hat mir natürlich nichts mitgegeben und die Residents hinterm Schalter waren auch nicht gerade freundlich zu mir, als ich gefragt hab, wo ich denn die Unterlagen herbekomme. (Sollen sich mal überlegen wer dafür sorgt, dass ihre Tower nicht einstürzen…)

Nach einer halben Stunde unnötigen Wartens, kam endlich ein Mitarbeiter von der Firma angerannt, mit meinen Unterlagen in der Hand. Der hat mir dann auch gezeigt, wo ich hin muss und dafür gesorgt, dass die Schlange vor dem Röntgenraum für mich nur halb so lang war. (Also wenn die Firma was regelt, dann richtig.) 

Ich war als „Urgent“ abgestempelt und hab so nur knapp 1,5h aufs Röntgen warten müssen. Blutabnehmen hat nur 5min gedauert. Im Gegensatz zu den Massen an Pakistanern und Indern, die in der Schlange für die Anmeldung (bevor es zum Röntgen und Blutabnehmen geht), teilweise bis auf die Straße gestanden sind, hab ich nur 2h für den Checkup gebraucht. Den zu vermasseln ist nahezu unmöglich, hat mir der Mitarbeiter versichert. (Mal sehen was der Arzt zu meinen Leberwerten sag :-D)  

Der Nachmittag im Büro war recht entspannt, mein Schreibtisch sah aus wie die Sau und die Sekretärin meinte ich darf erst gehen, wenn ich das alles erledigt habe. Um vier (eine Stunde vor Feierabend) hab ich ihr dann gesagt, dass ich jetzt auf ihre Verantwortung geh, weil mein Schreibtisch leer ist. Das fand se nicht so lustig. Wie gesagt, ein lustiges Völkchen….


tobi continued…. inschallah

Freitag, 24. Oktober 2008

Nachtleben

Gestern gings das erste Mal ins Nachtleben von Dubai, Rock Bottom heißt der Club und ist, 200m von meinem Hotel entfernt, ideale Bedingungen also. :-) Ist ein recht angesagter Club und dementsprechend war dort auch die Hölle los. Mit Live Musik und allem drum und dran. Musik war gemischt, Black, und House Querbeet. Nun zum wichtigsten, die Cocktails kosten fast nichts, hab für 3 Harley Davidson (Keine Ahnung was da drin ist, aber schmeckt affengeil) 20 Euro gezahlt.

Jetzt der Hammer, da fliegt man um die halbe Welt, ins 5000km entfernte Dubai und trifft einen vom WG, mit dem ichs Abi gemacht habe und den ich seit 3 Jahren nicht mehr gesehen hab. Das musste natürlich erst mal ordentlich begossen werden. Eins kann ich euch sagen, Finger weg von den Kurzen im Reagenzglas, die machen dich platt…:-D

Die Inder gehen ab, sobald House kommt, sowas haste noch nicht gesehen, toben im Turban über die Tanzfläche.


tobi continued… inschallah…

Arbeitsklima

Es fällt mich schwer, mich hier an die völlig andere Art zu arbeiten - im Gegensatz zu Deutschland - zu gewöhnen. Wenn in Deutschland eine Absprache noch zählt, endet hier jede Besprechung und Terminfestlegung mit „inschallah“ - so Gott will – den weiteren Verlauf kann man sich denken…

Leider muss man die Subcontractors mit Samthandschuhen anfassen, hier gibt es ein Angebotsüberschuss gibt, da an allen Ecken und Enden gebaut wird. Wenn ein Subcontractor keine Lust mehr hat, zieht er seine Leute ab und arbeitet auf der Baustelle nebenan, für 5 % mehr. Deswegen werden alle Briefe und Mahnungen derart verbal entschärft, kaum zu glauben, es gibt extra ein Mitarbeiter, der das überprüft.

Darüberhinaus gibt es für alles eine „Fachkraft“. Was faxen, oder Kopieren? Kein Problem, ab zum Document-Keeper. Was zu trinken, oder in der Mittagspause eine Kleinigkeit, tell the Office-Boy. Ein Aufzug, call the Lift-Operator und ein Lift kommt zum Office-Floor. In jedem der 6 Aufzüge sitzt ein Arbeiter und fährt den ganzen Tag hoch und runter… Dann gibt es noch den „Wachtman“, der hat immer für 3 Etagen alle Wohnungsschlüssel beisammen und befindet sich, wenn er sich nicht eingeschlossen hat und schläft, auf einem der Floors. 

Leider sind hier größtenteils ungelernte Arbeiter, so kann es schon einmal vorkommen, dass ein Elektriker das falsche Kabel abknipst und es dann für ne halbe Stunde kein Strom mehr auf der Baustelle gibt , kommt öfters vor. Gestern allein 4mal...

Genug gejammert, bin jetzt für 5 Tage zum Teamleiter aufgestiegen, da mein Chef auf Heimaturlaub ist. Hab die (ehrenvolle) Aufgabe, zweien Philippinos, die kaum englisch sprechen Arbeit zu geben. Wird bestimmt lustig. Jetzt geht’s erst mal ab ins Nachtleben.

tobi continued… inschallah…

Montag, 20. Oktober 2008

Erste Arbeitstage

Der erste Tag war ganz lässig, erst wurde ich dem gesamten „Head Office“ vorgestellt, als „Tobias the 3rd“, weil es schon zwei andere Tobias gibt. Komischerweise frägt jeder Inder mich nach meinen Nachnamen, aber keiner kann ihn aussprechen. Echt witzig teilweise, wie die sich abmühen, deswegen bin ich hier als Mr. Tobias bekannt. 

Nach der Vorstellung gings auf die Baustelle, ein kleines Wohngebäude mit 24 Stockwerken, genannt „THE PAD“, erinnert mich irgendwie an einen I-Pod. Direkt an der Dubai Bay View, leider ist von der Bay noch nicht viel zu sehen, nur ein paar kleine Pfützen, die irgendwann mal schiffbar sein sollen. 

Von dem Projekt wurde ich dann aber bald abgezogen, weil ich noch keine Sicherheitsschuhe hab, sind aber bestellt hat man mir versichert. Das Problem ist, wenn dir ein Inder sagt, die kommen morgen, dann kannst du Gift drauf nehmen, das die bis Ende der Woche noch nicht da sind. Auch die Floskel „wird erledigt“, oder „We’ll fix it“ ist weit verbreitet. Leider kann man sich darauf sowas von überhaupt nicht verlassen.

Mein neues Projekt ist also der Concorde Tower, ca. 180m hoch, mit 480 Wohneinheiten, 44 Stockwerken und in Jumeira Village, wo das Jumeira Lake Ressort erstehen soll. Zur besseren Vorstellung, da entstehen ca. 30 Hochhäuser (alle so knapp 200m hoch) bzw. sind schon entstanden (-> siehe Webalbum). Zwischen den Hochhäusern soll irgendwann man eine angelegte Wasserfläche entstehen, also die Häuser komplett vom Wasser umgeben sein. Zur Info, noch ist da überall Sand. ;-)
Dass sich hier in Dubai die Dinge schnell ändern, sieht man dort besonders deutlich. Zwischen den Hochhäusern war ein größeres Areal frei, das ein See mit Wasserspielen werden sollte. Dem Scheich war das zu langweilig, also hat er da n knapp 250-300m hohen Büroturm hingestellt. Müßig zu erwähnen, dass der natürlich alles in dem Viertel überragt.

Zurück zum Concorde Tower. Dort bin ich gerade zuständig für die „Outstanding Work“, also für alles was noch nicht erledigt ist zwischen Stockwerk 3 und 39. Den ganzen Tag zwischen den Stockwerken hin und her laufen und checken ob alles, wie vom Subcontractor beschrieben, erledigt wurde.

Zum Glück hab ich nix mit „Snagging“ also der Mängelaufnahme am Hut. Als Beispiel: Hier in Dubai wird zuerst der Natursteinboden im Gang und Treppenhaus verlegt, bevor mit den restlichen Arbeiten begonnen wird. Zum Schutz legen die Folien aus und Kippen flüssigen Gips drüber (zur Info: über den Natursteinboden!!!!) Auch die Küchen- und Kleiderschränke stehen in Zimmern, in denen noch nicht einmal die abgehängte Decke montiert ist!! Geschweigenden die Wände gestrichen!! Echt crazy.

tobi continued....

Samstag, 18. Oktober 2008

Endlich in Dubai

Nach zwei recht angenehmen Flügen, wobei ich beim Flug von Istanbul nach Dubai kurz davor war den englischen Rotzlöffel hinter mir zu killen, bin ich heute morgen um 6 Uhr Ortszeit in Dubai gelandet. Nach dem ich mein Visum abgeholt und meinen "Eyescan" durchlaufen hatte, gings zur Passkontrolle. Eine Halle, so groß wie ein Fußballfeld, voller Menschenschlangen und am Kopfende 40 stempelnde Kontrolleure. Ein Heidenspaß!

Da mein Flug Verspätung hatte, hielt es mein Fahrer nicht für nötig auf mich zu warten, und so hab ich dann eine Stunde auf dem Dubai International Airport verbracht, bis ich um 8 Uhr endlich im Hotel war.

Das erst was man von Dubai nach dem Flughafen sieht sind Baukräne, soweit das Auge reicht, überall am Horizont. Ich also zum Fahrer, echt krass wie die Stadt wächst, er lächelt nur und meint, das hier ist gar nichts, warte ab bis du Downtown gesehen hast...

Zimmer ist Standard, aber okay. Hotel hat Pool und Gym, die aber eingenwillige Öffnungszeiten haben. Von 7 bis 12 und abends von 6 bis 10. Darüberhinaus gibt es einen kostenlosen "fresh water service". Ein Page bringt jeden Tag 2 Flaschen Wasser. Bei den Temperaturen auch nötig, heute hatte es 37 Grad, von der Luftfeuchtigkeit ganz zu schweigen.

Ohne Sonnenbrille sollte man sich auch nicht auf die Straße trauen, da wird das Auge regelrecht mit Sandpartikeln bombadiert.

Morgen gehts um acht los, da werd ich zum Office abgeholt. Bin schon gespannt, wie die Kollegen so drauf sind und welchem Projekt ich zugeteilt bin.

tobi continued....

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Reisestart

Was lange gärt, wird nun endlich klar, nach endlosen und unzähligen Telefonaten mit einer netten Dame in Dubai, kam heute endlich mein E-Ticket und mein Visum.


Los gehts am Freitag, um 17.30 Uhr ab Stuttgart und dann via Istanbul zum Dubai Airport. Ankommen werd ich erst morgens um kurz vor 5.00 Uhr. Zum Glück haben die mir den Samstag auch noch freigegeben. Zeit für etwas Sightseeing ist also genug.



Untergebracht bin ich erstmal im Moon Valley Hotel Apartments, mitten in Dubai City. Leider wurde es vorerst nichts mit Sharjah und den dortigen, strengen Alkohol(verbots)gesetzen.