Mittwoch, 31. Dezember 2008

Mohammad orders cancellation of New Year celebrations

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Published: December 30, 2008, 20:37

Dubai: His Highness Shaikh Mohammad Bin Rashid Al Maktoum, Vice-President and Prime Minister of the UAE and Ruler of Dubai, has ordered the cancellation of all forms of celebrations marking the New Year in Dubai emirate, as an act of solidarity with the Palestinian people.
In support of the Palestinians in Gaza, who are enduring all kinds of killing, destruction and displacement by the Israeli military machinery, Shaikh Mohammad instructed all concerned authorities in Dubai to put this order in place and take necessary procedures to circulate the decision to all concerned parties.

Kurzum, Shaik Mohammed hat Silvester in Dubai abgesagt.



tobi continued.....

Samstag, 27. Dezember 2008

Weihnachten mal anders

Jetzt möchte ich euch mal kurz beschreiben, wie meine Weihnachtsfeiertage hier in Dubai so verliefen und was ich so gemacht habe.

24.12.2008

Über den Tag gibt’s nicht so viel zu sagen, da ich ganz normal arbeiten musste. Jeder Inder wünscht dir aufm Flur „Happy Christmas“; nach 3 Jungs hab ich‘s dann aufgegeben ihnen zu erklären, dass das „Merry Christmas“ heißt.
Abends wollte ich dann in die City ins „Hofbräuhaus“ zum Essen und davor noch die Karten für unsere New Year’s Eve Party besorgen. Leider ging das mit dem Karten besorgen nicht so einfach, da die Jungs an der Rezeption noch nichts von dem Silvesterangebot wussten und das Office nicht mehr besetzt war. Nach einer Stunde Rumhändeln, die Jungs alles heißen, den Restaurant Chef rundmachen und warten hatte ich dann auch keine Lust mehr aufs Hofbräuhaus, also hab ich im Majestic Hotel (Da feiern wir Silvester) ne Kleinigkeit gegessen und bin Heim.
War dann so gegen Neun daheim und nach Telefonaten mit der Family und meiner Freundin auch recht früh im Bett.


25.12.2008

Da ich mich hier in einem muslimischen Land (I don’t know if you know it….. ;-) ) befinde und deswegen auch ein etwas anderer Festtagskalender existiert, gab es keinen offiziellen Feiertag für die Christen. Unser Project Manager hat aber nach ewigen Diskussionen zugestimmt, dass die Christen nur einen halben Tag arbeiten müssen und den Rest als Überstundenausgleich deklarieren können. (Dabei gibt es hier überhaupt keine Überstunden…) Wer wollte und Christ ist, konnte eine „time off application“ ausfüllen und hatte somit ab 11 Uhr frei. Da ich ja niemanden zum Feiern gehabt hätte und eh noch so viel zu tun ist, hab ich mich entschieden den ganzen Tag zu arbeiten. War ganz lustig, sind die meiste Zeit in „Google Earth“ herum gesurft, bis jeder dem anderen sein Heimatort gezeigt hat. Ab 14 Uhr war dann eh nichts mehr zu tun, da die meisten Labourer (Arbeiter) frei bekommen hatten.
Nach Feierabend bin ich in die City, um endlich mein Dinner im „Hofbräuhaus“ einzunehmen. War ja natürlich ganz allein unterwegs und dem entsprechend hat, angefangen von der Empfangsdame, über die Bedienung bis zum Koch, natürlich jeder wissen wollen, warum ich an Weihnachten allein unterwegs bin. Schon mal was von Salz in der Wunde gehört???
Das Essen war der absolute Traum, es gab Christmas Buffet mit allem, was man so aus der bayrischen Küche kennt. Frisches Spanferkel, Haxe, Lammschulter, Klöße, Sauerkraut, Rotkraut und Weißwürste. Dazu natürlich ein HB-Bier. Billig war das Ganze zwar nicht, aber es sollte wenigstens einmal an Weihnachten der Bauch in der Hose spannen.
Nach dem Mal bin ich noch zum Majestic Hotel um endlich die Karten zu bezahlen und abzuholen. Hat alles einwandfrei geklappt.


26.12.2008

Zum Glück ist Freitag, also frei. Da wir echt super Wetter haben (blauer Himmel, 26 Grad, leichte Briese), werd ich mich heut wohl in Richtung Strand, oder aufs Rooftop begeben um etwas Sonne zu tanken und meine Bräune aufzufrischen.
Diverse Vorkehrungen für die Ankunft der 2 Pro-Väthen und meiner Steffi sollten auch noch getroffen werden. Morgen geht’s zwar wieder auf die Baustelle, aber der Sonntag ist auch frei, diesmal Public Holidays, irgendein Islamischer Festtag. Danach muss ich noch den Montag arbeiten und ab 30.12. hab ich Urlaub bis zum 07.01.2009.

Alles in Allem auch mal nicht schlecht ein etwas anderes Weihnachten erlebt zu haben, fern ab von dem Stress Geschenke zu besorgen, der Hektik der Menschen zu der Zeit und dem Mistwetter.



tobi continued…

Dienstag, 23. Dezember 2008

Frohe Weihnachten


So jetzt ist es also bald soweit nur noch ein Tag bis Weihnachten. Für mich das erste Weihnachten weit weg von Zuhause, von der Familie und Freunden. Viel Zeit mir darüber Gedanken zu machen, hab ich leider nicht, da ich ganz normal arbeiten muss. Mein Chef meinte auch, “Wenn das nicht im Kalender stehen würde, wär‘s mir nicht aufgefallen…“. 

Das tolle Wetter ist ja schön und gut, aber von Weihnachtsstimmung fehlt leider jede Spur. Es gibt zwar im Madinat Souk einen Weihnachtsmarkt (wie berichtet) aber der bringt es auch nicht wirklich. Kein Vergleich zu Stuttgart oder Ludwigsburg, vor Allem können die hier kein Glühwein machen. Der schmeckt wie eingeschlafene Füße.

So n wirklichen Plan für Heilig Abend hab ich noch nicht, entweder ins Stadion zu Al Ahli oder ins Kino. Vielleicht davor noch was Leckeres, Deutsches essen. 

Leider bin ich recht allein hier, da die Anderen (Julia und Daniel) das Weite gesucht und über Weihnachten nach Deutschland geflogen sind. Ich hab mir ernsthaft überlegt, es ihnen Gleich zu tun, aber ich brauch den Urlaub über Silvester und die Flüge wieder hierher sind recht teuer zu dieser Jahreszeit. Als Praktikant hab ich leider nur Anspruch auf einen Hin- und einen Rückflug, der von der Firma gezahlt wird. 

Ist schon etwas schwer zu verdauen, aber ich mach das Beste daraus.

Euch allen wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und besinnliche Tage. Genießt die Feiertage, glaubt mir wir haben es richtig gut, was das betrifft, in Deutschland. Regt euch nicht über eure Verwandten auf; seid froh, dass ihr sie habt.

Ich hoffe dass unsere Binokel Runde am 1. Weihnachtsfeiertag dennoch zustande kommt. Udo, musst du eben einspringen. ;-)


tobi continued….

Sonntag, 21. Dezember 2008

Die andere Seite…

Heut morgen sind wir auf Grund eines massiven Verkehrsstaus von unserer eigentlich Route zum Office etwas abgewichen. Mein Fahrer und mehrere andere Fahrzeuge haben in einem Wüstenstreifen zwischen der Straße und der Al Quoz Industrial Area mal kurz eine weitere Spur eröffnet. Da ging’s dann über Stock und Stein und im Slalom um die Schlaglöcher. Unser Vorteil, wir haben einen Pickup, die anderen nicht alle. Sind also einige bei der Rallye steckengeblieben oder aufgesessen. Weil dann auf der Umgehungsstraße vom Al Quoz Industrial auch Stau war, sind wir Mitten durch das Industriegebiet gefahren. Der Anblick dort lässt einen schon ins Grübeln kommen…

In der Al Quoz Industrial Area sind neben Industriebetrieben, Betonfabriken und Schweißereien auch verdammt viele Labour Camps. Die Straßen haben keine Entwässerung und so wies da riecht gibt’s auch keine Kanalisation, die orangenen Sewage Trucks sind allgegenwärtig. Teilweise sind Straßenarme oder Teilstücke komplett geflutet, obwohl es das letzte Mal vor einer Woche geregnet hat. Überall wimmelt es von Arbeitern und den Labour Bussen, die die Jungs zur Arbeitsstelle bringen. Das alles im Schatten des Burj al Arab, den man von hier aus schon recht gut sehen kann.

Hab mich nicht getraut Bilder zu machen, die sahen alle recht mürrisch aus die Jungs, aber da fahr ich bestimmt nochmal durch.

 Im März 2007 gab‘s da auch mal n Aufstand der Bewohner, 8.000 Stück haben mehr oder weniger in den Straßen randaliert. Ihre Forderungen waren bessere Lebensbedingungen, eine Gehaltserhöhung von Dhs 200 (US$ 55) und einen Inflationsausgleich von Dhs 150 (US$ 42) pro Monat. 

Das ist halt wieder einmal eine dunkle Seite Dubais, die ein Touri nie zu Gesicht bekommen wird.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Stadionbesuch bei Al Ahli Dubai vs. Al Ain

Dass die Araber Fußballverrückt sind hab ich ja gewusst, aber sowas wie das was ich gestern erlebt habe, hätte ich mir nie geträumt. Gestern Abend war das „Derby“ Al Ahli Dubai gegen Al Ain, zugleich das Spiel 2. (Al Ahli) gegen 3. (Al Ain).

Am Anfang kursierten die wildesten Gerüchte, dass nur 30 Leute zum Spiel kommen, der Eintritt umsonst ist usw. Als wir (Sara, Julia, Daniel und ich) dann ne gute halbe Stunde vor Anpfiff da waren, war die Hölle los, das Stadion fasst nur 18.000 Leute und es war schon recht gut gefüllt.

Meine erste und, wie sich später herausstellen sollte, geniale Tat war, mir ein Al Ahli Schal zu kaufen, das Ding kostete zwar 30 AED, aber das war mir egal. Am Kartenschalter war natürlich alles auf Arabisch angeschrieben, nur zwei Zahlen standen dran, 20 und 100. Nur was die jetzt bedeuten und wo man dann sitzt, konnte keiner lesen. Gerade als wir den Kartenverkäufer fragen wollten kam ein Security und mein zu uns, dass das der Eingang zum Al Ain Fanblock ist, wir aber bitte den anderen, für die Al Ahli Fans (zur Erinnerung, -> mein Schal) benutzen sollen.
Der Eingang war nur 50 Meter weiter, auf der anderen Seite der Haupttribüne. Doch bis zum Kartenhäuschen kamen wir nicht, kurz davor stand ein netter Local, der uns Karten in die Hand drückte, den Weg Richtung Eingang zeigte und uns ein schönes Spiel wünschte. Echt geil, das stimmte also.



Leider war der Block der Al Ahli „Ultras“, in dem es 90 min lang getobt hat, schon voll. Also mussten wir uns in die 2. Reihe setzen, 5 m hinter der Trainerbank. ;-)
Wie gesagt, haben die „Ultras“ das komplette Spiel über gesungen, getrommelt, geklatscht und irgendwas Nettes zu den Al Ain Fans gerufen. Deren ihr Vorschreier war dann so aus dem Konzept, dass er erst mal mitten im Schlachtruf den Text vergessen hat.






Das Spiel war vom Niveau her wie bei uns in der Regionalliga, oder 3. Liga. Hatte auch eher den Anschein als würde Rugby gespielt, das war ein Geholze, kann ich euch sagen. Aber das Wichtigste war eh die Stimmung und der Trainer von Al Ain – richtig – Winnie Schäfer!! Von seinem Temperament hat er nichts verloren, der war die meiste Zeit mit dem 4. Offiziellen beschäftigt und hüpfte wild Richtung Al Ahli Bank gestikulierend durch die Coaching Zone. Leider durfte er das nur bis zur 60. Min, da wurde er nämlich vom Schiri auf die Tribüne verwiesen. Der hatte irgendwie genug und der Supervisor war auch nicht sehr gut auf den Winnie zu sprechen. Man muss dazu sagen, dass der Winnie noch Anfang des Jahres Trainer bei Al Ahli Dubai war, die ihn aber wegen Erfolglosigkeit gefeuert haben.



Auf der Tribüne hat er sich dann mit den V.I.P.‘s von Al Ahli, die hinter ihm saßen, angelegt. 10 min vor Ende musste auch sein Kollege von Al Ahli den Innenraum verlassen, warum weiß eigentlich keiner so genau. Ach ja, gespielt wurde nebenher auch noch und nach einer 2-0 Halbzeitführung für Al Ahli, dabei war ein wunderschönes Weitschuss- und ein Freistoßtor, endete das Spiel 2-2 Unentschieden.






War echt ein Erlebnis, mal hier so ein Spiel zu sehen und auch mitzuerleben wie die Scheichs bei sowas aus sich rausgehen. In der Halbzeit haben wir uns mit den Locals unterhalten, die natürlich wissen wollten, warum wir als Europäer zu so einem Spiel gehen und dann auch noch für Al Ahli sind, dabei haben wir festgestellt, dass die recht gut über den deutschen Fußball informiert sind.

In zwei Wochen bin ich zum nächsten Heimspiel wieder da, aber diesmal rechtzeitig genug um in den „Ultras“ Block zu kommen.




tobi continued….

Dienstag, 9. Dezember 2008

Eid Mubarak (gesegnetes Fest)

Gerade sind bei uns die "Eid al-Adha" Feiertage, es ist das höchste islamische Fest und wird zum Höhepunkt, der Wallfahrt nach Mekka gefeiert. Am ehesten kann man es mit unserem Weihnachten vergleichen. Das Fest geht 3 Tage und natürlich haben wir frei. Die Malls haben zwar geöffnet und man kann ganz normal shoppen (was wir auch getan haben), aber die Bars und Nachtclubs bleiben (leider) geschlossen. Aber sonst gibts überall Festlichkeiten, Feuerwerk und die ganze Stadt ist erleuchtet.





Vorgestern waren wir im Madinat Souk, ein originalgetreu nachgebauter Souk mit kleinen Läden, die vornehmlich Antiquitäten, Kunsthandwerk und hochwertige orientalische Lebensmittel anbieten.


Dort gibt es einen - jetzt haltet euch fest- Weihnachtsmarkt! Mit Glühwein, Modelleisenbahn, geschmückten Weihnachtsbäumen und Verkaufsbuden. Das alles im Schatten des Burj al Arab. Echt kaum zu glauben.










Gestern war dann also großes Shoppen angesagt, erst waren wir im "Dragon Mart" (sieht aus der Luft aus wie ein Drache), schwierig zu beschreiben wie es dort ausschaut, aber da gibts einfach alles zu kaufen. Von Mobiltelefonen, auf denen "Sumsang" statt Samsung steht, über "Ei-Pods", bis zu "Tempo"-Trikots mit 2 Streifen. Man könnte sogar ein Haus kaufen, also die Baumaterialien und Werkzeuge und alles, was man braucht um eines zu bauen.
Es ist wie ein großer Markt dort, mit zig 5x5m Läden, die bis unter die Decke mit allem erdenklichen Krims-Krams vollgestellt sind.
Handeln ist hier oberstes Gebot, hab mir gestern Lederschuhe für 60 AED (ca. 12 €) gekauft, ich wollte den Preis noch weiterdrücken, aber da hat der arme Mann nicht mitgemacht.




Nach dem kleinen Waren-Angebots-Schock, sind wir weiter in die "Dubai Outlet Mall". Vergleichbar mit Metzingen, aber alles in einem Gebäude. Da wars dann schon etwas heimelicher. Wollte mir ne Sonnenbrille kaufen, aber unter 500 AED gabs leider nichts. Aus Frust bin ich dann zu Pierre Cadin und hab denen ihr Lager etwas erleichtert.
Zur Erklärung, Pierre Cadin ist hier spottbillig und auf alle Artikel gab es 75% Rabatt. Ich hab mir ein wunderschönes weißes Hemd, für 100 AED (ca 25 €)gekauft, das werd ich nächste Woche gleich zum Arbeiten anziehen. Auch sonst gibts echt günstige Markenklamotten (Billabong, Adidas, Marco Polo, Thommy Hilfiger, einfach alles).


Das Wetter hat sich wieder eingekriegt, gestern hatten wir so 25 Grad und heute wollen wir den schönen Tag nochmal am Strand genießen, mit Jet-Ski fahren und relaxen. Morgen geht der Alltag auch schon wieder los.





tobi continued....

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Land unter in Dubai



Das Wetter meint es gerade nicht gut mit uns. Seit knapp einer Woche sind die Temperaturen drastisch gefallen, wir haben nur noch um die 20 Grad und die Sonne kommt auch nicht mehr jeden Tag zum Vorschein. (Ich weiß das ist meckern auf hohem Niveau, aber man gewöhnt sich halt an Sonne und warme Temperaturen) Dazu regnet es immer mal wieder.



In Deutschland wäre das kein Problem, doch hier gibt es so was wie eine Kanalisation, in die das Regenwasser von der Straße abfliesen kann, nicht. Wozu auch bei nur ein paar Regentagen im Jahr. Jetzt verwandeln sich die Straßen bei jedem Regenguss in Seenlandschaften und meist ist nur noch mit einem Pickup oder SUV normales vorankommen möglich. Ich frag mich grad wie mein Fahrer erkennt, auf welcher Spur er gerade fährt, aber das geht den anderen wohl genau so....


Zum Glück komm ich dadurch nicht zu spät zur Arbeit, denn mein „Helldriver“ fährt quasi unter dem Regen durch und muss so seine Geschwindigkeit nicht den Wetterbedingungen anpassen. Auch scheint er ein überdurchschnittlich gutes Sehvermögen zu haben, denn ich konnte aus der Frontscheibe nicht mehr viel erkennen, als wir mit 100 Sachen über die Emirates Road "geflogen" sind. Der Gedanke an Superman drängt sich mir auf, ich muss ein Autogramm holen…




Wohntechnisch gibt’s noch nichts Neues, bin immer noch bei den 6 Indern im Appartement, aber ich sollte demnächst einen Anruf bekommen dass ich in ein anderes Appartement mit eigenem WC umziehen darf. Doch wie ich die Mädels vom HRD (Human Resource Department – Personalabteilung) kenn muss ich da selber mal aktiv werden, bis sich was bewegt.





tobi continued…